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Therapie
Die Therapien von Nabelerkrankungen sind vielfältig und richten sich nach deren Form und Ausdehnung. Ihr Tierarzt wird sie beraten.

Therapie je nach Nabelerkrankung (geändert nach Steiner, 2005; Wieland, 2010):

Nicht-entzündliche Nabelerkrankungen 
1.1 Nabelhämatom
Keine oder wärmende Salbe lokal
1.2 Nabelbruch ! Tiere evtl. von der Zucht ausschliessen !
1.2.1   reponierbar Keine oder sogenannte Bruchbandage, wenn Bruchpforte max. 5 cm breit, 
operativ bei grösserer Bruchpforte oder wenn Bruchpforte sich nicht schliesst.
1.2.2   nicht-reponierbar Operation
 
1.3 Urachuserkrankungen
1.3.1   Urachusfistel Operation
1.3.2   Urachuszyste Operation
1.3.3   Urachusdivertikel Operation
 
Entzündliche Nabelerkrankungen 
2.1 Äusserer Nabel  
2.1.1   Nabelentzündung Bekämpfung der Infektion (mit Antibiotika oder alternativen Medikamenten) über mehrere Tage
2.1.2   Nabelabszess „Reifung“ des Abszesses durch geeignete Medikamente anstreben, eventuell Eröffnen des Abszesses mit nachfolgender Spülung
 
2.2 Innerer Nabel  
2.2.1   Omphaloarteritis Operation
2.2.2   Omphaloourachitis Operation
2.2.3   Omphalophlebitis Operation

Prognose

Bei allen Nabelerkrankungen ist die Prognose günstig, ausser bei:
  • einer Nabelentzündung mit Leberbeteiligung oder die Keime haben bereits in andere Organe (Gelenke, Lunge usw.) gestreut,
  • einer  Infarzierung (Absterben wegen Blutmangel) von Organteilen im Bruchsack, 
  • zu kurzer Therapiedauer bei einer Nabelentzündung.
Bei Vorliegen einer Omphalophlebitis mit multipler Abszessbildung in der Leber und/oder Streuung von Keimen in andere Organe ist die Prognose sehr schlecht und die Euthanasie ist dringend zu empfehlen. 

Quellen: [22, 60, 61, 62, 63]